Ironman 70.3 in Rügen

Gespeichert von Karl Schlichtig am/um So, 16.09.2018 - 16:44
Datum

Quali für die Ironman 70.3 Weltmeisterschaft 2019 in Nizza

Der Strandräuber Ironman 70.3 (09.09.2018) auf Rügen gehört definitiv zu den schönsten Veranstaltungen im Triathlonbereich.  Schwimmen im Meer, eine Radstrecke mit nahezu perfektem Asphalt und beim Laufen eine Menge Zuschauer an der Strecke. Einzig diesen Klünderberg könnte man noch abflachen ;-). Dazu gab es über den kompletten Tag eine super Moderation, Zielverpflegung direkt am Strand oder auch im Sand am Meer und eine abschließende Siegerehrung/ Slotvergabe mit so vielen Zuschauern wie nie zuvor erlebt. Entsprechend bombastisch war die Stimmung, erinnerte eher an eine riesengroße Party.

Wenn an so einem Tag die Sonne lacht und noch dazu das Meer ruhig bleibt kann das nur zu Bestzeiten führen. Da der Schwimmstart nach den Profis erst um 10.15 als Rolling Start erfolgte konnte man fast ausschlafen. Die Strecke war zwar gute 300m zu lang, aber das hatten alle und es fühlte sich an diesem Tag absolut rund an. Mit einer Pace von 1:33min auf 100m kam ich im Nachhinein quasi zeitgleich mit einer weiteren Athletin meine Altersklasse führend aus dem Wasser. Durch den Rolling Start war dies zu dem Zeitpunkt noch nicht einsichtig. In Binz wurden alle 6 Sekunden 4 Athleten ins offene Meer geschickt. Dadurch wird der Start entzerrt, man hat aber keine Übersicht zu den Zeiten anderer Athleten. Meine direkte Konkurrenz startete nicht mit mir, so dass ich auf der Strecke keine Ahnung von der Platzierung hatte.

Beim Radfahren konnte ich mir auf den 90km einen guten Vorsprung mit einem Schnitt von 35,3 km/h sichern.  Auch das anschließende Laufen sollte an diesem Tag gut funktionieren. Einzige Hürde war der Klünderberg mit zwischenzeitlich 11% Steigung welcher 4mal zu überlaufen war. Dabei rutschte ich auf Rang 2 meiner Altersklasse zurück. Dies erfuhr ich jedoch erst im Ziel, da die Siegerin meiner AK 20min nach mir ins Wasser gegangen ist und den Halbmarathon mit einer 4:00 Pace absolvieren konnte. Starke Leistung. Schneller war an diesem Tag nur Laura Philipps unter den Damen.

Das hieß für den Abend dann Bangen um den Slot für Nizza. Nach der Siegerehrung um 21 Uhr ging es dann zur Slotvergabe und ich sollte Glück haben, 2 Slots in meiner Altersklasse bedeutet ein Ticket für die WM 2019 in Nizza. Ein großartiger Wettkampf, unbedingt zu empfehlen. Auch Gerhard Wolfschmidt konnte den Wettkampf genießen und erfolgreich bestreiten. Sicher wird das nicht die letzte Teilnahme dort gewesen sein.

                                                                                                                                                                             Anne

 

Die Zeiten:

Anne Kirsten 5:02:15 AK Platz 2, Platz 205 gesamt

Gerhard Wolfschmidt 6:59:36 AK Platz 18, Platz 1119 gesamt