14. Zeiler Waldmarathon - Marathon

Gespeichert von Michaela Rümmer am/um Mo, 13.11.2017 - 20:01
Datum

Der 14. Waldmarathon fand am 11.11.2017 statt. Ursprünglich hatte ich geplant nach Frankfurt zu einem flachen Marathon zu fahren und mich darauf vorbereitet. Doch diese hab ich ca. 5 Wochen vorm Start gecancelt.

Den Waldmarathon habe ich schon seit ein paar Jahren im Visier, doch irgendwie fühlte ich mich zum Jahresende hin ausgepowert bzw. nicht richtig vorbereitet für eine solche Herausforderung.

Ich wollte unbedingt dieses Jahr noch einen längeren Wettkampf laufen, der auch eine landschaftliche Komponente in der Natur bietet und man so eine Art Erholungsfaktor "Natur pur" verspürt... Kurzfristig überlegte ich mir eine Strategie, wie die Vorbereitung für einen Marathon mit 84 Höhenmeter klappen könnte, da ich dieses Jahr keine Berge trainiert hatte und auch nur Wettkämpfe auf flachem Profil. Als Vorbereitung entschied ich mich für den Abt-Degen-Lauf Zeil mit 11km und eine Woche später den Albmarathon Schwäbisch Gmünd mit 25km und 750 Höhenmetern. Dies kombinierte ich mit einem Besuch bei meiner Mutter. Die Vorbereitung für Zeil schien für mich somit abgeschlossen und der Marathon konnte 3 Wochen später kommen.

Ich freute mich auf das Rennen im Wald. Ich muss zugeben, dass mir allerdings bergab laufen deutlich mehr Spaß macht als Bergauf, aber es kommt ja auch auf das Gesamtpaket an und eine abwechslungsreiche Strecke.

Beim Zeiler Waldmarathon war das Wetter recht kühl und in der 2. Hälfte regnete es bzw. der Waldboden war aufgeweicht und matschig. Ich muss sagen, abgesehen vom Regen war die Strecke war einfach spitze. Es war toll auf weichem laubbedecktem Waldboden zu laufen - Natur pur. Die ersten 21km bin ich in 1h40min fröhlich durch und spekulierte schon auf eine 3h25min und selbst der längere 3,5km Anstieg, der zweimal gelaufen werden musste, lief sehr gut. Bis km25 lag ich noch in der Zeit unter 3h30min. Doch dann fing es an zu regnen und ab km27 etwa kühlte ich trotz Langarmshirt und 3/4 Hose immer mehr aus und ich fror fürchterlich und meine Muskulatur wurde kalt und unbeweglich, dass ein richtiger Rennfluss mehr möglich war, sondern ich schleppte mich von Kilometer zu Kilometer und dachte, was ist jetzt mit mir los.... Eine Jacke mehr wäre nicht schlecht gewesen und ich bereute, dass ich keine Trailschuhe an hatte und auf dem vom Regen aufgeweichten Boden im Matsch "herumrutschte.

Diesen Marathon würde ich jederzeit wieder laufen und kann ihn auch nur wärmstens empfehlen, aber nächstes Jahr weiß ich bescheid, wie ich mich an die Bedingungen besser anpassen muss.

Ursula