Nizza Marathon (Marathon des Alpes-Maritime)

Gespeichert von DJK Teutonia am/um Sa., 25.02.2017 - 15:17
Datum

Zum zweiten Mal nach 2014 habe ich zum Saisonausklang den Marathon in Nizza ausgewählt. Er zählt zu den schönsten Läufen, an denen ich bisher teilgenommen habe, denn die Laufstrecke startete auf der Promenade des Anglais in Nizza und führte entlang der Küste bis ins Ziel auf der Croisette in Cannes. Das Meer war dabei immer im Blick und lenkte die Gedanken von schweren Beinen & Co wohltuend ab.

Nach dem islamistischen Attentat vom 14.7. diesen Jahres in Nizza, als ein Lastwagen in die Zuschauer des Feuerwerks anlässlich des Nationalfeiertags fuhr, stand der Marathon mehrere Wochen lang vor der Absage. Schließlich entschieden sich die Verantwortlichen doch für einen Start. Allerdings nicht auf der Promenade des Anglais direkt an der Küste, dem Ort des Anschlags, sondern aus Sicherheitsgründen am Stadtrand von Nizza, am Stadion.

Nach rund 4 Kilometern war die ursprünglich geplante Strecke entlang der Cote d’Azur wieder erreicht, die sich bei strahlend blauem Himmel und später 17 Grad von ihrer schönsten Seite präsentierte. Das massive Aufgebot von Sicherheitskräften tat der guten Stimmung der Läufer und der vielen Zuschauer keinen Abbruch. Anders als bei vielen Marathons boten die komplett gesperrten Straßen reichlich Platz für alle Läufer. Das kräfteraubende Zickzacklaufen beim Überholen blieb mir deshalb erspart. Die Strecke selbst ist weitestgehend flach, erst bei Kilometer 29 zieht sich über 600 Meter ein längerer Anstieg durch ein Viertel prächtiger Villen. Einen Kilometer später erwartet die Läufer als Belohnung eine üppige Verpflegungsstation, die mit zahlreichen Kuchen, Schokoladen, Suppen, belegten Baguettes u.v.m. einem Buffet schon recht nahe kam. Der Zieleinlauf in Cannes unter den Palmen der Croisette bleibt sicherlich eine der schönsten Erinnerungen in meinem Läuferleben. Bei 3:19:49 h überquerte ich sehr zufrieden mit mir, einem herrlichen Tag und der prima Organisation die Ziellinie. Bussshuttles und Regionalzüge brachten schließlich die Läufer (ca. 8.000 Einzelstarter und 4.000 2er- und 6er-Teams) zurück nach Nizza.

Matthias