Swiss Irontrail T121

Gespeichert von DJK Teutonia am/um Sa., 25.02.2017 - 15:17
Datum

Swiss Irontrail T 121, 6990 Höhenmeter und 124,7 km

 Für diese Bewältigung sind ein exzellenter Trainingsstand
sowie ein physischer und psychischer Topzustand unabdingbar. Erforderlich ist
auch ein ausgeprägtes Orientierungsvermögen, ausgesprochene Anpassungsfähigkeit
und persönliche Autonomie im Gebirge. Zeitlimit 40 Stunden.

 Strecke: Sertigpass, Keschhütte, Fuorcla da Tschitta,
Orgelpass, Lenzerheide, Hornlihütte, Weisshorn, Arosa, Furggaalp, Strelapass,
Ziel Davos. 

Ich startete Freitag, 14.08.2015, früh um 8 Uhr bei ca.
15-20°C bewölkt.

Die ersten Kilometer liefen gut. Nach einem kleinen Sturz am
Sertigpass, aufgekratztem Knie und Stockbruch, ging es dann weiter nach Bergün
zur Verpflegung. Mein Stock wurde notdürftig repariert und es ging weiter zum
Fuorcla da Tschitta, dem höchsten Punkt der Laufstrecke, km 45.

Einsetzender Regen machte diese Etappe zu einem Martyrium.
Es ging weiter zum Orgelpass, km 50, und dann hinunter nach Savognin bei km 60,
wo auch ein Kleiderwechsel möglich war.

Die Nacht brach ein!

Ausgerüstet mit Stirnlampe und Regenklamotten verließ ich
Savognin Richtung Lenzerheide, km 84, wo es dann auch schon wieder Tag wurde. Bei km 98 erreichte ich das Weisshorn. Die Muskeln waren
ziemlich platt, aber es ging noch. Am Strelapass bei km 120 wurden noch einmal alle Reserven
mobil gemacht und die letzten 5 km ins Ziel abgespult. Durchgeweicht mit ein paar kleinen Blessuren, abgekämpft und
ausgelaugt, überquerte ich die Ziellinie nach knapp 32 Stunden.

Ich landete auf dem 39. Gesamtrang und 16. in der
Altersklasse.

 Trotz des Regens und der Kälte konnte ich das Flair der
hohen Berge und die einzelnen Trailetappen genießen. Ausserdem kann ich bestätigen, dass 5 km in den Bergen zu
laufen viel Zeit erfordern können und man eine Zieleinlaufzeit sehr schlecht
abschätzen kann.

Michel