Gore Tex Transalpine Run - Bericht von Michael

Gespeichert von DJK Teutonia am/um Sa., 25.02.2017 - 15:17
Datum

Der Gore Tex Transalpine Run feierte 2014 sein 10-jähriges Jubiläum - Abenteuer, Leidenschaft und Emotionen pur auf dem Highway to hell.
 
Dieser Trailrun quer über die Alpen gilt als eines der härtesten Etappenrennen der Welt. In diesem Jahr starteten knapp 300 Zweierteams aus 27 Nationen in Ruhpolding, um die rund 292 km und unglaublichen 13730 Höhenmeter im Aufstieg bis ins Ziel nach Sexten (Italien) zurückzulegen.
 
Mein Laufpartner Alfons aus Bonn, den ich über die Teampartnerbörse kennengelernt habe, und ich nahmen diese Herausforderung an. Wir kämpften mit Kopf und Körper gegen Regen und Schnee, wurden dann aber den restlichen 4 Etappen mit Sonne und einer wunderschönen Kulisse der Alpen belohnt. Im Camp wurden etliche Freundschaften geschlossen und sich auf die einzelnen Etappen vorbereitet.
Am Ende liefen noch 192 Zweierteams ins Ziel.
Einige mussten ihren Teampartner aussteigen sehen und alleine weiterlaufen. Die konnten zwar finishen, waren aber nicht mehr in der Wertung dabei.
Für mich war es die erste Teilnahme am Gore Tex Transalpine Run. Die diesjährige Ostroute führte uns von Ruhpolding über das österreichische St. Johann nach Neukirchen am Großvenediger. Vor dort ging es weiter nach Prettau in Südtirol. In Sand in Taufers konnten wir uns eine Ruhepause gönnen, denn hier galt es nur einen Bergsprint mit 6 km zu bewältigen (mit Vollgas).
Nach St. Vigil und Niederdorf haben wir schließlich Sexten im Herzen der Dolomiten erreicht. Die drei Zinnen und etliche Gebirgsseen ergaben einen herrlichen Panoramablick.
Beim Zieleinlauf erlebte man Emotionen pur. Als wir unsere Finishermedaille entgegennahmen und das Finishertrikot überstreiften, konnten auch Männer weinen.
Als Platz 36 überquerten wir die Alpen in 44:42 in der Kategorie MASTER MEN.
Für eine derartige Herausforderung ist es im Vorfeld unabdingbar sich entsprechend vorzubereiten.
Marathons, Ultraläufe und etliche Bergläufe wurden übers Jahr trainiert, denn nur so konnten wir diese Leistung erbringen.
 
Und die Moral von der Geschicht:
 
Wenn der Lauf nicht dein Freund war, so war er dein Lehrer!!!
 
Meinem Laufverein von der Teutonia Gaustadt, Triathlonabteilung, möchte ich nochmals herzlichen Dank dafür sagen, wie mich alle Laufkolleginnen und -kollegen  aufgebaut und mir Mut gemacht haben. Auch für die Glückwünsche nach dem Lauf.
 
Gruß Michel
 
PS: Ich bin froh, für so ein super Team starten zu dürfen.