Datev Challenge Roth 2013

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Datum

Mittwoch 10.7. 2013 es ist kurz nach 13 Uhr ich mache mich vollgepackt auf den Weg Richtung Bahnhof. Von dort geht es los Richtung Roth. Als ich in Roth um kurz vor 17 Uhr angekommen bin, wurde ich gleich herzlich empfangen und auch mein ein Gepäcktransport zu meiner 1. Unterkunft stand schon bereit. Nachdem das gesamte Gepäck ausgepackt war ging es schon auf zum 1. Programmpunkt. Belinda Granger die „Queen of Roth“ und Publikumsliebling startete dieses Jahr zum 10. - und letzten mal in Roth und da gab es natürlich eine „Welcome Party“ mit vielen Überraschungen. Am Donnerstag habe ich dann meine Startunterlagen abgeholt und mir die Messe angeschaut. Am Nachmittag ging es dann auf zu meiner Gastfamilie, wo ich sehr herzlich empfangen wurde. Nach einer kurzen Begrüßung ging es dann schon wieder Richtung Festplatz zur Erdinger Hüttengaudi. Am Abend wurde es dann Sportlich, der Nightrun von Hipoltstein nach Roth sollte meine letzte Laufeinheit werden, und so machte ich mich mit meiner Freundin auf nach Hipoltstein. Am Freitag war ich dann ausgiebig auf der Triathlonmesse und habe mir angehört, was die Topathleten zu sagen hatten. Am Abend ging es dann auf die Nudelparty. Hier bekam ich zuvor von meiner Freundin die klare Anweisung auch wirklich was zu essen und zu trinken. (Meine Freundin achtete schon seit Mittwoch darauf, dass ich genug aß und trank.)  Bei der Nudelparty präsentierten sich auch die Topathleten gut gelaunt und alberten auf der Bühne herum. Gut gestärkt schaute ich anschließend noch kurz bei der Bayern 3 Party vorbei. Danach bin ich dann ins Bett gegangen, denn am nächsten Morgen um 7 Uhr war schwimmen im Kanal angesagt. Hier konnte ich erfreut feststellen, dass der Kanal relativ sauber war und die Wassertemperatur genau nach meinem Geschmack war.  Am Nachmittag ging es dann nochmals zum Kanal, dieses mal zum Einchecken in der Wechselzone 1. Obwohl es jetzt langsam ernst wurde, stieg meine Aufregung nicht mehr an sondern war seit dem schwimmen sogar etwas gesunken. Den Rest des Tages verbrachte ich dann noch in der Wechselzone 2 wo ich andere Athleten noch informierte. Nach einem gemeinsamen Abendessen mit meiner Gastfamilie und letzten Vorbereitungen bin ich voller Vorfreude ins Bett gegangen.  
Sonntag 2:45Uhr der Wecker klingelt jetzt war er also da der Tag auf den ich mich so lange vorbereitet habe. Was wird er bringen? Wie wird es mir ergehen? Während ich mir mein Frühstück machte und letzte Sachen packte ging ich nochmals die lange Vorbereitungszeit durch. Deutlich nervöser als am Vortag machte ich mich auf den Weg zum Treffpunkt wo meine Freundin auf mich wartete. Mit dem Bus ging es dann Richtung Schwimmstart. Am Schwimmstart angekommen wurde nochmals das Rad kontrolliert und Getränkeflachen gefüllt. Während der letzten Vorbereitungen wurde ich immer nervöser was auch meiner Freundin nicht verborgen blieb, die mich sogleich versuchte abzulenken.  Ich versuchte trotz Anspannung die geniale morgendliche Stimmung am Kanal zu genießen. Die Aufmunternten Worte von Felix Walchshöfer haben nochmals kurzfristig dazu beigetragen, dass die Anspannung etwas abfiel. Um 6:25 Uhr verabschiedete sich dann meine Freundin. Von jetzt an war ich für die nächsten Stunden auf mich gestellt. Dann war es endlich so- weit 6:40 Uhr die Startgruppe 3 durfte ins Wasser. 6:45 Uhr endlich der Startschuss für die 3,8km im Main Donau Kanal. Nach 1 Stunde 26 Minuten hatte ich es auch schon geschafft und ich konnte mich unter dem Jubel von tausenden Zuschauern auf die 90km Radschleife, die zweimal zu fahren ist begeben. Nachdem ich zu Beginn gar nicht in den Tritt gekommen bin wurde es nach ca. 12km immer besser. Allerdings gab es schon hier die Erste Schrecksekunde, als mir ein anderer Teilnehmer ins Hinterrad krachte. Zum Glück ist aber niemanden etwas passiert. Die Erste Runde verging wie im Flug und ich konnte die Stimmung richtig genießen, wobei ich sagen muss, dass es mir am Solarer Berg in der Ersten Runde fast zu viel war und ich es eher als stressig empfand. Nach einer guten 1. Runde bog ich motiviert in Eckersmühlen in die zweite Runde ein. Das diese Runde deutlich härter werden bekam ich gleich zu Beginn zu spüren, denn ab km 100 hatte ich immer wieder Probleme mit dem Kreislauf, aber mit viel Flüssigkeit bekam ich das wider in den Griff. Mehr Sorgen machte mir eine Radpanne bei ca. 140km die durchaus auch das „Aus“ bedeuten hätte können. Aber dank netter Helfer an der Versorgungsstelle war die Panne bald behoben und ich konnte weiter fahren. Nach einer ganz guten Radleistung bin ich glücklich in der Wechselzone 2 angekommen, wo ich schon von meiner Freundin erwartet wurde.  Nach einem relativ zügigen Wechsel ging es auf den abschließenden Marathon. Bis km 11 lief hier auch alles nach Plan aber dann hatte ich wieder Kreislaufprobleme sobald ich schneller lief. Aber auch walkend kommt man ganz gut vorwärts und so versuchte ich es damit. Zwischen km 15 und km 21 konnte ich dann sogar teilweiße wieder joggen. Doch ab diesen Punkt spielte mein Kreislauf wieder nicht mehr mit, also wieder walken und hoffen dass es reich. Bei km 25 wurde es dann richtig hart, es wurde immer dunkler und es waren immer weniger Menschen an und auf der Strecke. Bis zum letzten Wendepunkt hatte sich richtig Verzweiflung breit gemacht. Die Information am Checkpoint für 14km noch 1Stunde und 15 Minuten zu haben, hat zwar etwas motiviert, aber mir auch klar, dass wenn ich jetzt nicht laufe, dass es das dann war mit meinem Traum. Aber wie so oft wenn man denkt es geht nicht mehr kommt von irgendwo ein Lichtlein her. Dieses Lichtlein waren zwei Mädels mit dem Besenfahrrad. Ich kann sagen ich war noch nie so froh Letzte zu sein. Denn jetzt hatte ich Begleitung. Dies wirkte sich auch gleich auf meine Leistung aus und ich konnte erstaunlicher weiße wieder joggen. Bei km 32 tauchte noch ein Licht am Kanal auf. Ich bekam noch eine Begleitung, die Chefin Kathrin Walchshöfer hat einen Freund aus der Wechselzone 2 mit Lampe und guten Wünschen geschickt. Wieder eine neue Motivation für die letzten Kilometer. Dann endlich der Kanal war geschafft und es ging Richtung Stadt. Auch wenn sich die letzten Kilometer zogen habe ich sie genossen. Jetzt konnte ich das Ziel schon fast riechen. Minuten später erfüllte ich mir mit dem Zieleinlauf einen Lebenstraum. Die letzten Meter, wenn man unter tosendem Applaus über den roten Teppich läuft sind einfach unbeschreiblich. Im Ziel stand dann schon mein Supporterteam bereit und nach kurzer Erholung konnte ich meine Mum und meinen Onkel glücklich in die Arme schließen. Bei meiner Gastfamilie gab es dann noch ein Mitternachtseis, danach bin ich super glücklich ins Bett gefallen. Der Montag stand dann ganz im Zeichen des Feierns, egal ob bei der Siegerehrung beim Helferfest oder bei der legendären Aftershowparty.
Zum Schluss noch ein ganz großer Dank an euch alle, für die Tolle Unterstützung im Vorfeld und fürs Daumendrücken und Anfeuern am Wettkampftag.

Ich kann nur sagen:“ Glaubt an eure Träume und kämpft für diese. Es ist mehr möglich als man Glaubt.“

Johanna Degmayr