Bereits zum 10. Mal luden die Roten Teufel zum Waldmarathon nach Zeil ein. Hubert Karl sorgte wieder für eine sehr gut organisierte Veranstaltung zu einem sehr günstigen Startgeld. Knapp 200 Teilnehmer liefen den Marathon, etwa 500 den Halbmarathon. Damit zählt die Veranstaltung zu den Großen in Franken.
Nach den ergiebigen Regenfällen von Freitag auf Samstag war die Strecke sehr matschig und durch das Laub auch sehr rutschig. Die zweite Runde der Marathonläufer erinnerte streckenweise stark an einen Crosslauf, da die 500 Halbmarathonteilnehmer ihre Spuren hinterlassen haben.
Dass der Waldmarathon eine Herausforderung ist, liegt auch an den 420 Höhenmetern, die pro Runde zu bewältigen sind. Zum Vergleich: der schwierige Weltkulturerbelauf-Halbmarathon hat 285 Höhenmeter.
Der Regen hörte rechtzeitig vor dem Start auf und es kam sogar die Sonne hervor. Mit Temperaturen um 10 Grad war das Wetter während der Veranstaltung für die Läufer ideal.
Karl Schlichtig wurde in 3:25:01 7. M50, Hans-Rainer Graf finishte in 4:24:51 als 23.M50.
Die ersten 21 km lief Schlichtig in 1:37, auf der zweiten Hälfte machte sich der Trainingsrückstand wegen einer Erkältung bemerkbar. Die Strecke war auf der zweiten Hälfte aber auch sehr matschig und kraftraubend.
Beim Halbmarathon starteten drei Gaustadter. Gerhard Wolfschmitt war in 1:54:06 (17.M55) Schnellster, gefolgt von Maria Winter 01:59:39 (5.W50) und Bernward Flenner 2:06:49 (11.M60).
Bei der Siegerehrung wartete auf Karl Schlichtig noch eine Überraschung. Für seine 10. erfolgreiche Marathonteilnahme am 10. Waldmarathon überreichte Hubert Karl eine Präsentschale.
Nach der Veranstaltung gab es im Rudolf-Winkler-Haus leckeres Essen. Bei der Siegerehrung ließ Hubert Karl in einem Rückblick die Besonderheiten der letzten 10 Jahre Revue passieren.
Diese Veranstaltung kann man nur empfehlen.
Karl und Hans-Rainer vor dem Start zum Marathon
Karl und Richard im Ziel
Nach dem Zeiler WaldCrosslauf
Karl hat 10 mal erfolgreich am Waldmarathon teilgenommen.
Bericht von Hans-Rainer
Die vergangene Saison 2013 hatte für mich den Schwerpunkt Fahradfahren. Da ich neben dem Sport auch noch Geld verdienen muss, wurde die Zeit für das Fahrradfahren vom Lauftraining und Schwimmen im Sommer geklaut.
Daher stellte sich die Frage, wo denn meine Marathonleistung nach einem Fahrradsommer liegen könnte. Deswegen meldete ich mich beim Zeiler Waldmarathon an, den ich schon vorher 2 mal geniessen konnte und so einen Vergleich hatte.
Ich freute mich sehr auf den Marathon, der sich hinter Zeil in den hügeligen Wäldern entfaltet und mit anspruchsvollen 840 Höhenmetern auch eventuell aufkommende Langeweile beim Laufen verhindert.
Der Untergrund war matschig - es hatte vorher viel geregnet. Allerdings war das Wetter am Marathontag einfach nur traumhaft. Die Sonne schien durch die gelb verfärbten Bäume - eine traumhafte Kulisse.
Es sind 2 HM-Runden zu absolvieren. Für die erste Runde benötigte ich 2:04; für die zweite Runde allerdings 2:00. Es bestätigte sich, dass der Fahrradsommer schon Spuren bei der Laufleistung hinterlassen hat. Der Abstand zu meiner besten Zeit war 11 Minuten.
Für mich war besonders erfreulich, dass ich zu jeder Zeit noch lächeln konnte. Eine wunderschöne Veranstaltung - ich kann nur jedem empfehlen dort mal mitzulaufen.
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