Edinburgh Halbmarathon

Gespeichert von Michaela Rümmer am/um Mi, 06/07/2017 - 11:08
Datum

Edinburgh Halbmarathon für die Demenzforschung

Nachdem ich monatelang Spenden für die Demenzforschung gesammelt habe, war es endlich am Sonntag, den 28. Mai soweit. Ich kam am Freitag in Edinburgh an – so warm habe ich die Stadt noch nicht erlebt. Ich war froh, dass die Wettervorhersage eine Abkühlung für Sonntag gemeldet hatte.

Der Lauf ging um acht Uhr schon los. Eine Stunde vorher war ich am Start. Trotzdem hatte ich gerade noch genug Zeit, meine Tasche auf einen der fünf Gepäck-LKWs zu laden und mich in eine der (sehr langen) Schlangen für die Dixi-Klos anzustellen.

Es war ein sehr internationales Rennen. Am Start habe ich mich mit einem netten Amerikaner unterhalten, der einen Schottenrock anhatte. Der Rock war tatsächlich Laufkleidung – aus atmungsaktiven Textil mit den üblichen praktischen Taschen, die Laufhosen auch haben. Vermutlich in den USA gekauft. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Stolz eines richtigen Schotten so was zulassen würde!

Mit 9089 Mitläufern stellte ich mich kurz vor acht Uhr im orangenen Startbereich an. Mit meiner angegebenen Zielzeit von 1:47 war ich im vorletzten Block – das würde ein schneller Lauf sein. Der Startbereich war dann nochmal auf zwei Straßen aufgeteilt, die ca. 200m nach dem Start zusammenlaufen würden.

Die Temperatur war angeblich ca. 13°C als wir losliefen. Aber kurz nach dem Start wurde mir klar, dass ich die hohe Luftfeuchtigkeit nicht gewohnt war. Es kam mir deutlich wärmer vor. Nach ca. 5km musste ich mein T-Shirt ausziehen und bin dann nur in meinem (zu großen) ärmellosen ARUK Shirt weitergelaufen. Dann waren wir schon aus der Stadtmitte und liefen die Küstenstraße entlang.

Ich war sicher nicht die einzige, die an der Hitze leiden musste. Ich habe bei einem Lauf noch nie so viele Leute gesehen, die neben der Strecke lagen und ärztlich versorgt werden mussten.

Meine Beine wollten nicht so richtig und ich habe drei Gels gebraucht, um die notwendige Energie zu aus meinem Körper zu zaubern. Dadurch konnte ich das Rennen erfolgreich beenden. Ich habe nicht meine Zielzeit erreicht – flach und früh sind nicht so meine Stärken! – aber trotzdem war das mit 1:52:15 eine neue Bestzeit.

Danach habe ich mir ein Sektfrühstück mit Tee, pochierten Eiern und schottischen Kartoffelküchlein gegönnt!

Vielen Dank noch einmal an euch für die großzügigen Spenden. Insgesamt habe ich fast EUR 600 zusammenbekommen. Davon kamen EUR 295 von Mitgliedern der DJK Teutonia Gaustadt! Ihr seid die Besten!

Judith

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