Coburger Wintermarathon

Gespeichert von DJK Teutonia am/um Sa, 02/25/2017 - 15:17
Datum

Wintermarathon Coburg

29. Januar 2017

Strahlender Sonnenschein, -10 Grad, Winterwonderland – ideale Voraussetzungen für einen Marathon im Januar

In Lichteneiche treffen sich die Starterinnen und Starter des DJK Teutonia Gaustadt, um zum 13. Wintermarathon nach Coburg zu fahren. Für mich war es die erste Teilnahme an dem Lauf und die Rahmenbedingungen sind einzigartig. Ausgetragen wird der Wintermarathon auf einer dauerhaft ausgeschilderten Marathonstrecke um Coburg. Es wird keine Startgebühr erhoben, sondern an den Versorgungsstellen und in der Halle des TV Lützelbuch sind Spendenboxen aufgestellt, die von den Läuferinnen und Läufern gefüllt werden. Zudem gibt es keine Streckenposten oder Absperrungen, sondern nur die zahlreichen und gut bestückten Versorgungsstellen. Die feste Ausschilderung macht eine Orientierung aber leicht und ein Verlaufen nahezu unmöglich.

 Nun aber zum eigentlich Lauf … Nach einem kurzen Briefing in der Halle, bei der unter anderem auch eisige Streckenabschnitte erwähnt werden, geht es zu einem Gruppenbild ins Freie. Pünktlich um 10 Uhr wird gestartet und das noch dicht gedrängte Feld läuft Richtung Seidenmannsdorf. Nach etwa 1 km wird die Straße verlassen und auf schneebedeckten Wegen folgt der erste Anstieg bis zum Flugplatz Steinrücken. Es ist einfach super, bei Sonnenschein durch die schneebedeckte Landschaft zu laufen! Vom Süden kommend wird die Stadtgrenze Coburgs erreicht, bevor bei km 9 die erste Versorgungsstation mit warmen Tee die Läuferinnen und Läufer empfängt. Meinen Trinkrucksack hätte ich mir sparen können, da bereits zu diesem Zeitpunkt der Schlauch zum Mundstück eingefroren war.

In einem ständigen Auf-und-Ab verläuft die Strecke durch Wüstenahorn und ein Waldstück nach Scheuerfeld. Vor dem Lauf wurden wir noch vor den eisigen Abschnitten gewarnt… bei km 12,5 passierte es dann – in einer Rechtskurve rutschte ich auf einer Eisplatte aus und lag plötzlich langgestreckt am Boden und spürte mein Knie. Aber nach einer kurzen Pause ging es weiter. Hier konnte ja nicht Schluss sein …

Etwa bei km 18 verlief die Strecke vorbei am Schloss Callenberg und es ging bergab zum Goldbergsee, an dem wieder eine Versorgungsstation wartete. Am See war Halbzeit, 21,1 km waren geschafft und die Veste Coburg war schon sichtbar. Wieder in der Stadt ging es an der HUK vorbei zum Rückert Park in Neuses und weiter in die Innenstadt. An der Bahnlinie mussten wir eine kurze Zwangspause einlegen – Zügen haben auch bei einem Marathon Vorfahrt. Nun war es nicht mehr weit bis zum Anstieg zur Veste, aber davor war noch einmal eine Stärkung möglich und auf eisigen Wegen ging es über den Schlossplatz. Nach knapp 2 km Anstieg erreichten wir die Bindensteinebene mit dem Flugplatz Coburg und nach Lützelbuch war es nicht mehr weit.

 Weiterlaufen oder abbiegen und in die Halle? Bei km 33 war ein vorzeitiges Aussteigen aus dem Lauf ohne Probleme möglich, da die Strecke nur wenige Meter am Start vorbeiführte. Ich entschied mich, die letzten 9 km zu laufen, um meinen 25. Marathon zu finishen. Inzwischen war es auf der Strecke sehr ruhig geworden, das Feld weit auseinandergezogen bzw. viele nutzten die Chance, bei km 33 das Rennen zu beenden.

Nach passieren der A73 ging es für ein längeres Stück auf schneebedeckten und teils eisigen Forstwegen am Wald entlang bzw. durch den Wald. Hier war an ein schnelles Tempo nicht mehr zu denken, durchkommen hieß die Devise. Auf den letzten km gab es dann nochmal eine Versorgungsstation und gestärkt mit Tee und Cola ging es nun endgültig zurück zur Halle in Lützelbuch.

Der Wintermarathon Coburg ist absolut zu empfehlen! Es ist ein kleiner, gut organisierter Lauf, bei dem es nicht um eine Spitzenzeit, sondern um das gemeinsame Laufen geht. Trotzdem blickte ich im Ziel auf die Uhr und war mit 4:05:58 Std. sehr zufrieden!

 Von der DJK nahmen Michaela Rümmer, Kathrin Zwosta,  Michael Panzer,  Marcus Büchner , Silke Leikheim, Steph Leichsenring und meine Wenigkeit teil.

 Bernd

 Weitere Bilder vom Lauf findet ihr unter: https://www.facebook.com/running.bernd/photos/?tab=album&album_id=18358…

 

Bericht von Kathrin

Ich weiß ja nicht, wie es bei euch war beim ersten Mal………

Mit meinen 45 Jahren kann ich jetzt endlich auch mitreden und erzählen wie es mir letzten Sonntag in Coburg ergangen ist.

Los ging das Ganze um 10.00 Uhr und dauerte etwas über 4.30 Minuten.

Um es klar zu stellen, ich berichte hier von der Absolvierung meiner ersten Langdistanz beim Wintermarathon in Coburg.

Der Coburger Wintermarathon ist eine sehr gut organisierte Veranstaltung. Start und Ziel ist in Lützelbuch. Es erfolgt keine Zeitnahme und die Teilnahme ist kostenlos. Die Versorgung in der Rolf-Forkel-Halle ist sehr gut. Ebenso stehen nach dem Lauf Masseure bereit, die das eine oder andere Leiden mindern.

Mit dabei waren von der DJK Teutonia Gaustadt noch Micha Rümmer, Silke Leikheim, Steff Leichsenring, Michel Panzer, Marcus Büchner und Bernd Deschauer.

Bei herrlichem Winterwetter und gut eingepackt starteten wir pünktlich. Die Läufer sollten sich in 2 Gruppen positionieren. Etwas überrascht schaute ich Steff schon an, als sie angab, dass wir natürlich in der schnelleren Gruppe laufen; zurückfallen könnten wir uns ja jederzeit lassen, meinte sie.
Also gut. So ging es dann auch los. Gefühlt relativ schnell hatten wir den ersten Verpflegungspunkt nach 9 km erreicht. Ein kurzer Blick auf meine Uhr – ich war zufrieden, so konnte es weitergehen….

Ein bisschen zäh wurde es bei mir nach dem letzten Versorgungspunkt bei km 38. Ein langgezogene nach oben gerichtete Strecke, ziemlich geradeaus an der Straße entlang forderte noch einmal die Mobilisierung meiner Kräfte.  Hier hieß es für mich: Kopf abschalten und laufen, laufen, laufen.

Silke, Steff und Michel sind nicht von meiner Seite gewichen. Sie haben mich zwar nicht getragen aber wo es nötig war, gestärkt. Vielen Dank!!!! Ein Kuchen ist euch sicher.

In bester Gesellschaft, inmitten einer wunderschönen Landschaft und wunderbar verpflegt habe ich das Ziel erreicht. Keine Sekunde habe ich daran gedacht, mich an den Verpflegungspunkten zurück fahren zu lassen.

Mit dem Gefühl, dass ich ganz viel schaffen kann, voller Glück und Erschöpfung und auch mit ein wenig Muskelkater danach kann ich sagen: es war SPITZE!

Eure Kathrin